Webdesigntrends: Mit diesen Looks heben Sie sich garantiert von der Masse ab (Teil III)

Auffallen und Eindruck hinterlassen, das ist im modernen Webdesign ein klar definiertes Ziel. Doch sollte das Konzept durchdacht und schlüssig sein, um tatsächlich die gewollte Wirkung zu erzielen. Folgende 3 Trends setzen hier neue Maßstäbe.

Webdesigntrends - Beispiellayout
© Rawpixel.com /stock.adobe.com (# 248778928, Webdesign Trends)

Best Practices verkehren sich ins Gegenteil

Sans Serife weicht Vintage-Handschrift, Stockfotos wandeln sich in authentische Erlebniswelten und Animationen kehren wieder zurück, das Webdesign durchläuft im Moment eine Retro-Phase und bringt dabei durchaus auch Neues hervor. Wichtigste Botschaft dabei: Die Universalität der Marke klar zu kommunizieren und dem User ein unvergessliches Nutzererlebnis zu bieten. Wie das gelingen kann, das zeigen diese drei Ansätze neuer Websitetrends.

Trends im Webdesign: Neue Maßstäbe durch dynamische Effekte

So bewegt unser analoges Leben heute ist, so sollen auch Unternehmenshomepages Dynamik, Lebendigkeit und Echtheit vermitteln. Diesen Anspruch löst das moderne Webdesign mit folgenden Mitteln:

 

Trend 1: Videohintergründe für tiefe Einblicke ins Unternehmen

Was aus den sozialen Medien nicht mehr wegzudenken ist, erobert Schritt für Schritt nun auch Unternehmenshomepages: Videos. Als Bewegtbilder kaum zu ignorieren, sind Image- und Produktvideos in der Lage, den User direkt in die Markenwelt des Unternehmens zu entführen. Damit der User jedoch optisch nicht überfordert wird, sollten Videos in eine stark reduzierte Umgebung eingebunden sein. Weiß ist dabei die 1. Wahl, denn der sogenannte White Space wirkt nicht nur edel, sondern bringt Einzelelemente erst richtig zur Geltung. Gleichzeitig vermittelt Weiß Harmonie und Balance, wirkt daher entspannend und lässt als Leerraum viel Platz für die eigene Fantasie.

Webdesigntrends - Screenshot MB Stuckateur
Wir machen das! Professionell, selbstbewusst und tatkräftig präsentiert sich dieses Trockenbauunternehmen im Videohintergrund und zeigt dabei gekonnt, wo seine Stärken liegen und wie seriös das Unternehmen arbeitet. Quelle: www.mb-stuckateur.de

Trend 2: User Experience Elemente – Die Website als Erlebnislandschaft

Ist eine Unternehmenshomepage auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer ausgerichtet und leitet diese einfach und schnell an ihre Ziele, sammeln die User positive Erfahrungen. Gerne werden sie daher wieder auf der Website vorbeischauen und diese auch weiterempfehlen – die beste Grundlage, um Vertrauen in die Marke aufzubauen und die Markenbekanntheit zu steigern. Ob Mikro-Animationen, die einfach Spaß machen, außergewöhnliche Ansichten, die verblüffend und einzigartig wirken, kreative Mouseover Effekte oder ein von abstrakten Formen umspieltes Design, hier darf gerne in die Trickkiste gegriffen werden. Dennoch muss stets der Nutzen für den User im Vordergrund stehen.

Webdesigntrends - Screenshot Fodor Licht
Text und Bild in fließendem Übergang: Bei diesem Lichtspezialisten lässt es sich durch gelungene Mouseover-Effekte spielend einfach zwischen Information und Produktansicht hin- und herwechseln. Quelle: www.fodor-licht.de
Webdesigntrends - Screenshot Limco international
Biomonitoring, das Spaß macht: Dank Mikro-Animation wirken die Bilder auf dieser Unternehmenspräsenz sehr plastisch und lockern das wissenschaftliche Thema spielerisch auf. Quelle: www.limco-int.com

Trend 3: Asymmetrische Layouts für mehr Fokus aufs Wesentliche

08/15 in perfekter Symmetrie war gestern, denn im Webdesign wird zunehmend mit asymmetrischen Formen gearbeitet. Als Experimentierfeld des modernen Webdesigns wirken asymmetrische Layouts nicht nur sehr innovativ, sondern brechen auch bewusst mit gängigen Konventionen und strahlen somit ein Maximum an Individualismus aus. Damit sich der User bei seiner Entdeckungsreise durch die Website jedoch nicht verliert, muss auch hier auf eine schnörkellose Umgebung, klare Formgebung und eine hohe Prägnanz der Texte geachtet werden.

Webdesigntrends - Screenshot Pull up case
Auf dieser Firmenwebsite werden einzelne Details der Produkte durch displaybreite, jedoch asymmetrisch zugeschnittene Makroansichten eindrucksvoll in Szene gesetzt. Dies überrascht den User nicht nur, sondern er lernt beim Scrollen auch die Besonderheiten der Produkte en détail kennen. Quelle: www.pullupsamplecase.com

Fazit

Das moderne Webdesign folgt nicht mehr länger festgelegten Standards und wächst somit langsam aus seinen responsiven Kinderschuhen heraus. So gelten eine klare Typografie, großformatige Bilder und dezente Farben nicht mehr als Best Practices, sondern vielmehr wird bewusst der kreative Stilbruch gesucht. Dank technischer Fortschritte im Bereich der variablen Fonts ergibt sich eine Vielfalt neuer Schriftmöglichkeiten. Die Folge: Die Typografie präsentiert sich zunehmend individueller, verspielter und einzigartiger. Gerne wird dabei auch Altbekanntes neu interpretiert, sodass das moderne Webdesign eine bunte Mischung an Retro- und Vintage-Styles hervorbringt. Besonders deutlich wird dies, wenn sowohl Schriften als auch Grafiken wie handgemalt erscheinen und Logos nach historischen Vorbildern designt werden. Kreativer Treiber ist hier die Authentizität: Unternehmen möchten sich heute so echt und real wie möglich präsentieren. Daher ersetzen Fotogeschichten aus dem Unternehmensalltag die bisher gebräuchlichen Stockfotos, farbenfrohe 3D-Animationen erzählen von Produkten und isometrische Darstellungen laden intuitiv zur virtuellen Entdeckungsreise ein. Der neue Anspruch an Glaubwürdigkeit kann aber auch in Form von Hintergrundvideos, Mini-Animationen und asymmetrischen Formen seinen kreativen Ausdruck finden – der Fantasie scheinen im modernen Webdesign kaum mehr Grenzen gesetzt.