Technik_Webseiten

Frames – was ist das?
Vor- und Nachteile von Inlineframes

Einst feierten iframes ihren Siegeszug im Internet. Doch angesichts immer schnellerer Internetverbindungen und der zunehmenden Nutzung mobiler Endgeräte ist es still um das beliebte Website-Element geworden. Warum?

iframe
© ribkhan /stock.adobe.com (#160419708 - IFrame)

Was sind Inlineframes?

Innerhalb einer Website-Struktur bilden Inlineframes (eingebettete Rahmen) selbstständige HTML-Elemente. Als virtueller „Bilderrahmen“ trennen iframes Inhalte nicht nur optisch von der Umgebung, sondern auch technisch. Das heißt, die im iframe dargestellten Inhalte werden völlig unabhängig von der restlichen Website geladen. Insbesondere zur Integration von Werbung oder zur Darstellung von Inhalten externer Quellen werden Inlineframes daher vorwiegend genutzt. Doch sind iframes überhaupt noch zeitgemäß?

iFrame_schaubild

Vor- und Nachteile von iframes

Obwohl iframes für mehr Struktur und Übersichtlichkeit auf einer Webpräsenz
sorgen, sind sie stark umstritten. Dabei haben die virtuellen Bilderrahmen aber
durchaus Vorteile:

  • Datenvolumen
    Da sich iframes nur einmal laden müssen, reduziert sich die Datenmenge,
    die beim Surfen auf einer Website anfällt, deutlich. Aus diesem Grund
    wurden iframes in der Vergangenheit auch bevorzugt für die Darstellung
    von statischen Inhalten, wie Navigationsmenüs, genutzt.
  • Paralleldarstellung
    Mittels iframes lassen sich mehrere unabhängige Inhalte parallel
    zueinander darstellen.
  •  Integration
    Die Einbindung neuer Inhalte ist durch iframes technisch einfach
    umzusetzen.
  • Druckfreundlich
    Inhalte, die sich in einem iframe befinden, werden beim Druck nicht
    berücksichtigt. Das heißt, unerwünschte Seitenelemente (z. B. Buttons,
    Navigationsleisten, Bilder, etc.) können auf diese Weise einfach aus dem
    Druckdokument herausgehalten werden.
  • Unverlinkbar
    Die Inhalte von iframes sind nicht verlinkbar. Das kann unter Umständen
    bei sensiblen Inhalten hilfreich sein.
  •  Design
    Dank iframes lassen sich besondere Effekte und Designs einfach an der
    gewünschten Stelle der Website platzieren.
  • Parameterpool
    Jene Parameter, die in iframes hinterlegt werden, können für die ganze
    Website gelten. Das heißt, ein einzelnes iframe erspart die aufwendige
    Weitergabe von Parametern von Unterseite zu Unterseite.

Eigentlich hört sich das ja schon ziemlich gut an. Doch warum wiegen schnelle
Ladbarkeit, technische Vorteile und optimale Seitenstrukturierung nicht die
Nachteile von iframes auf? Weil…

  •  … iframes immer denselben „Platzbedarf“ auf einer Website haben. Sie
    lassen sich folglich nicht flexibel skalieren, was negative Auswirkungen
    sowohl auf das Design als auch auf die Responsivität einer Website hat.
  •  … sie für Suchmaschinen nicht auffindbar und damit auch nicht
    indexierbar sind.
  •  … keine Links oder Bookmarks (Favoriten/Lesezeichen) auf iframes
    gesetzt werden können.
  • … eine Seitennavigation, die sich unabhängig von den restlichen
    Seiteninhalten lädt, auch von den Suchmaschinen nicht berücksichtigt
    wird. Die Folge: wer durch Suchmaschinenergebnisse auf eine Website
    mit iframe-Navigation gelotst wird, bekommt diese ohne Navigation
    angezeigt.
  • … auf iframes nicht verlinkt werden kann. Folglich fallen iframe-Inhalte
    auch vollständig aus der Bewertung der Websitequalität durch
    Suchmaschinen heraus. Zudem eignen sich deren Inhalte nicht für
    Linkpartnerschaften.
  • … zu kleine Displays Probleme mit der korrekten Darstellung von iframes
    haben.

Fazit:
Inlineframes sind zur technischen Nische geworden

In Zeiten langsamer Modemverbindungen kamen iframes auf fast jeder Website zur Anwendung, da sie sich schlicht und einfach nur einmal laden mussten und damit den Datentransfer deutlich reduzierten. Heute spielt das Datenvolumen eine untergeordnete Stellung, dafür treten jedoch andere Kriterien deutlich in den Vordergrund: Wo per Smartphone gesurft wird, müssen sich Internetseiten flexibel an unterschiedliche Displaygrößen anpassen und sich auch optimal darauf darstellen lassen. Genau hier hakt es bei iframes deutlich. Aber auch in Bezug auf die Suchmaschinenfreundlichkeit stellen iframes ein Problem dar: hinterlassen sie doch bei Google sowohl in Bezug auf ihre Inhalte als auch hinsichtlich ihrer Verlinkbarkeit nur weiße Flecken – aus SEO-Sicht ein Desaster. Es wundert daher kaum, dass Inlineframes inzwischen zu einer technischen Nische für ganz spezielle Ansprüche geworden sind.

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